Mit dieser neuen Ausstellung, bringen wir zwei Künstlerinnen zusammen, deren Laufbahn Ende der 1970er Jahre an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee beginnt.
Seit den frühen 1980er Jahren arbeiten beide Frauen kontinuierlich freischaffend. Aufgewachsen und Kunst studiert in der DDR, kaum exmatrikuliert werden beide 1989/90 in die Deutsche Wiedervereinigung katapultiert. Zeit für neue Kunst? Andere Kunst? Mehr Möglichkeiten?
Eine Zeit, die beide Künstlerinnen mit viel Mut, Kraft und Arbeit füllen.
Sie experimentieren und entwickeln sich, unabhängig und frei voneinander.
Bis heute sind sie freundschaftlich und vor allem fachlich im Austausch verbunden.
Im Fokus stehen diesmal auch neue Arbeiten von Sabine Heller.
Sabine arbeitet aktuell an der Schnittstelle von Malerei und Skulpturen.
Ihre keramischen Frost-Figuren und Schablonen-Zeichnungen entziehen sich klaren Zuordnungen.
Die Kunstwissenschaftlerin und ehemalige Galeristin Monika Tschirner, die die Ausstellung mit einer Rede eröffnen wird, formulierte dazu bereits 1990 wie folgt:
Zitat: „… geht man aber von dem aus was sie macht, ist sie genauso Maler- und Bildhauerin.“

Den Arbeiten Hellers stehen die filigranen Collagen von Marion Sander gegenüber.
Ausgangspunkt sind dabei häufig Dinge des Alltags, etwa Zahnräder, Heftstreifen oder Kreditkarten.
Sander färbt diese ein, druckt sie ab oder schichtet sie übereinander.
So entstehen komplexe Strukturen und neue Muster, die das Vertraute in einen anderen Zusammenhang überführen.
Ihre reduzierte, präzise Bildsprache bildet einen klaren Kontrapunkt und eröffnet zugleich neue Perspektiven auf das Zusammenspiel beider Positionen.
Was diese Ausstellung besonders macht, ist weniger das Verbindende als das produktive Gegenüber.
Zwei künstlerische Haltungen, die sich unterscheiden und gerade darin einen gemeinsamen Raum schaffen.
Ein Dialog, der sich nicht auflöst, sondern weiterführt und uns mit in die künstlerische Gegenwart Beider nimmt.
Ausgewählte Werke Marion Sander
Ausgewählte Werke Sabine Heller

